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02.08.2025 23:35

RDB Bezirksgruppe Tgb. Garzweiler spendet an die Inklusive KITA Blumenwiese in Grevenbroich

Übergabe eines symbolischen Spendenschecks durch die Bezirksgruppe Garzweiler des RDB im Wert von 1000 Euro

   Instagram: Haus St. Stephanus Grevenbroich

Große Freude im Haus St. Stephanus! Heute durften wir einen Spendenscheck über 1.000 Euro von der RDB e.V. Bezirksgruppe Garzweiler/Rheinisches Braunkohlenrevier @rdb_bg_garzweiler entgegennehmen: stellvertretend Georg Küppers, Geschäftsführer, rechts und Daniel Düren, 2. Vorsitzender, links; Stefan Wolf (1. Vorsitzender), der zum Zeitpunkt der Übergabe urlaubsbedingt verhindert war, ließ herzliche Grüße ausrichten.  Dank dieser großzügigen Unterstützung können wir ein nun ein neues Spiel- und Gartenhaus für unsere Wohngruppe Kolibri anschaffen – wir werden berichten. Das Häuschen soll zum Spielen, Klönen und Chillen einladen, aber auch eine praktische Unterbringungsmöglichkeit für Outdoor-Spielutensilien bieten. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich schon auf viele schöne gemeinsame Stunden im Freien! Ein herzliches Dankeschön der Bezirksgruppe Garzweiler für dieses tolle Engagement!


Haben wir gerne gemacht!

Glück Auf!

02.08.2025 23:28

Fachexkursion der BG Garzweiler in den Harz

Gruppenfoto von Teilnehmern der Bezirksgruppe Garzweiler in gelben Jacken und Grubenhelmen vor dem Eingang eines historischen Stollens im Grünen

Glück Auf, miteinander!

Im Mai war es mal wieder so weit. Die Fachexkursion der RDB Bezirksgruppe Garzweiler stand an. In diesem Jahr wartete der Harz sehnsüchtig auf unseren Besuch. Wir taten ihm den Gefallen und bezogen freitags unser Quartier in Goslar, der alten, aber sehr schönen Bergbaustadt, mit ihren urigen Gassen und Fachwerkhäusern. Gleich am ersten Tag   durften wir von Andreas, unserem Gästeführer in zünftigem Bergmannsoutfit erfahren, wie sie entstand und welch imponierende Geschichte, die Stadt im Norden des Harz zu erzählen hat.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Gruppenfoto von Teilnehmern der Bezirksgruppe Garzweiler vor der Kaiserpfalz in GoslarDer Samstag war dem  Wasser gewidmet. Aber nicht, dass uns das kühle Hopfengetränk ausgegangen wäre…  Zunächst besichtigten wir das älteste Bergbaumuseum in Clausthal-Zellerfeld. Hier ist in zwei 300 Jahre alten Bürgerhäusern die bergbau- und kulturkundliche Sammlung des Oberharzer Bergbaumuseums untergebracht. Anhand zahlreicher Exponate wurden uns von Marco Wedemeyer, unserem Guide mit immenser atemtechnischer Ausdauer und schier unerschöpflichem bergmännischen Wissen,  die Arbeitsbedingungen und Lebensweisen einer Bevölkerung, deren Existenzgrundlage über Jahrhunderte hinweg der Bergbau war, nähergebracht. Den Höhepunkt der Museumführung bildete das Schaubergwerk. Neben einem 200 Jahre alten Schachtgebäude und einem Besucherstollen, wurden im Freigelände originale Bergwerksanlagen, die an ihrem ursprünglichen Standort demontiert werden mussten, wieder aufgebaut. Auch Pferdegaipel, Radstube, Aufbereitung und Bergschmiede haben hier wieder ihren Platz gefunden.

Per Bus fuhren wir nun zum Ottiliae-Schacht. Dieser Schacht diente als Förderschacht für die auf Kähnen unter Tage angelieferten Erze der Clausthal-Zellerfelder Bergwerke. Hier befand sich auch die Aufbereitungsanlage für die damals abgebauten Gesteine. Heute sind das älteste erhaltene stählerne Fördergerüst Deutschlands und die funktionstüchtige Fördermaschine, die wir in Aktion erleben durften, einmalige Zeugnisse der Industriegeschichte, die auch schon Filmgeschichte (Kulissen zu „The Monument Men“) schrieben.

Frühstückstafel mit Brötchen und Aufschnitt in einer historischen Maschinenhalle mit alten IndustrieanlagenEmpfangen wurden wir im Maschinenhaus des Schachts mit einem zünftigen Tzscherpermahl. Frisch gestärkt und voller Vorfreude, stiegen wir in bereitgestellte Wathosen und Wetterschutzjacken und fuhren mit der Diesellok bis kurz vor das Mundloch des Bremerhöher Wasserlaufs, welchem wir 732m untertage folgten. Auch hierwurden wir von Marco, nun unterstützt von Jan, umfangreich über die Entstehung und die logistischen Meisterleistungen der damaligen Markscheider ausführlichst informiert. Zum Ende der geführten Tour betraten wir den Rosenhöfer Gangzug und damit schließlich die Rosenhöfer Kehrradstuben, das Kernstück des Clausthaler Bergbaus. Das Kehrrad der Grube drohte von dem anfallenden Abraum verschüttet zu werden, daher schützte man es durch einen Mauerring. Mit dem Anwachsen der Abraumhalde über 4 Jahrhunderte wuchs auch der Mauerring - bis zu einer Höhe von 24 m. So wurde aus einem oberirdischen, ein unterirdisches Gebäude.

Der Bergmannabend in der Butterhanne zu Goslar bildete einen würdigen Rahmen zum Abschluss des Tages.

Der Vorstand in gelben Bergmannsjacken und Helmen mit Grubenlampen bei einem Ausflug ins GrüneNatürlich darf bei einem Besuch im Harz auch eine Visite auf dem Brocken nicht fehlen.  Nach einem kurzen, nicht geplanten Aufstieg zum Bahnhof Schierke, erreichten wir leicht verschwitz, aber pünktlich die Brockenbahn. Bei kühlen 3,7 ° streckte uns der Wind seine Finger entgegen der Nebel hieß uns willkommen. Aussicht = 0. Wir ließen uns dadurch jedoch nicht entmutigen und fanden schließlich das Brockenhaus. Hier  brachte uns Christoph Lampert leidenschaftlich die Geschichte des Berges und der stetig wechselnden Bewohner näher. So erfuhren wir, dass wir nicht nur auf den Spuren etlicher Wanderer und Touristen, sondern auch deren von Goethe, Gauß und Generälen wandelten. Abgerundet wurde unser Besuch auf dem Blocksberg durch ein deftiges Mittagessen in im Cafe Hexenflug.

Die Heimfahrt gestaltete sich im Verhältnis zu unseren vorangegangenen Erlebnissen eher unspektakulär, so dass wir um 20:30 Uhr wieder den Tagebau Garzweiler erreichten.

Wir freuen uns auf weitere spannende Touren. Wir werden berichten.

Bis dahin alles Gute und GLÜCK AUF!