Partnerexkursion nach Donaueschingen

Am Tag der deutschen Einheit startete der Bus pünktlich um 6:30 Uhr mit den Teilnehmer*innen der diesjährigen Partnerexkursion der Ortsgruppe Tagebau Garzweiler Richtung Donaueschingen. 49 Personen saßen an Bord.
Zwar wurde die Fahrt von Nieselregen und streckenweise zähfließendem Verkehr begleitet, aber ein Frühstück im Freien und Trockenen, sowie ein Quiz sorgten für Zeitvertreib und gute Laune. Allerdings waren die von Daniel ausgearbeiteten Fragen nicht ohne, im Vorteil waren klar diejenigen, die sich auf die Reise gut vorbereitet hatten. Die anderen hatten im Laufe der nächsten 3 Tage immer wieder eine Erleuchtung.
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Nach dem Einchecken im „Grünen Baum“ in Donaueschingen ging es sofort zur Stadtführung. Zuerst teilte die engagierte Stadtführerin Maria uns mit, dass Donaueschingen als kälteste Gegend Deutschlands 6 Monate im Jahr Winter habe und die anderen 6 Monate kalt sei. Die Stadt wurde von Kelten besiedelt, die ihre Spuren ebenso hinterließen, wie die folgenden Alemannen. Heute noch feiert man Fasnet in Donaueschingen es gibt eine Narrenzunft und ein Zunftmuseum.
Die Quelle der Donau befindet sich zwischen dem fürstlich Fürstenbergischen Schloss, mit wunderbarer Parkanlage, und der katholischen Kirche St. Johann, die nach dem Vorbild einer böhmischen Barockkirche gebaut, und 1747 fertiggestellt wurde. Sie krönte die Residenz von Fürst Joseph Wilhelm Ernst. Er leistete sich eine bedeutende Hofbibliothek nebst Archiv. Die Fürstenbergische Brauerei kann auf 730 Jahre Bierkultur zurückblicken. Dem dominanten Katholizismus allerdings bereitete Napoleon vorübergehend ein Ende.Nachdem die Donauquelle immer unsichtbarer wurde, da der Donaubach unterirdisch kanalisiert und auf kürzestem Wege zur Brigach geführt worden war, hat Fürst Karl Egon III 1875 eine neue, aufwendige Einfassung errichten lassen. 2013 bis 2015 wurde die Quelle nochmals samt umliegendem Residenzbereich umfassend saniert.1908 zerstörte ein Brand rund ein Drittel aller Gebäude der Stadt. Dank der Hilfsbereitschaft in ganz Deutschland, konnte der Stadtteil binnen drei Jahren im Jugendstil neu aufgebaut werden. Kaiser Wilhelm II besuchte während seiner Amtszeit vierzehnmal Donaueschingen. Die Donau durchströmt 10 Länder zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer, übrigens auch eine Quizfrage.Der Tag wurde mit einem leckeren Abendessen im Hotel und netten Gesprächen beendet.
Am Freitagmorgen erwartete uns eine Führung im Bergwerk Finstergrund Wieden im wunderschönen Schwarzwald. Die Ausstellung und die Führungen werden ausschließlich von ehrenamtlichen Bergmännern bzw. Elektrikern betreut, die dem Bergmannsverein Finstergrund Wieden angehören.
Zunächst lernten wir in den Ausstellungsräumen die Geschichte des Fluss- und Schwerspat Bergwerks, beginnend in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bis 1974. Alte Möbel, Fotos und Werkzeuge sind neben wunderschönen Mineralien ausgestellt.
Anschließend fuhren wir mit einer Grubenbahn ins Bergwerk ein. Nach einigen Metern begrüßte uns die Figur der Heiligen Barbara.
Im Bergwerk konnten wir uns dann ein Bild von den erschwerten Arbeitsbedingungen Untertage machen und die unterschiedlichen Mineralien und Erdschichten bewundern. Die lebendigen Erläuterungen unseres Bergwerkführers, sowie alte Maschinen, die ausprobiert werden durften, machten die Stunden zu einem beeindruckenden und kurzweiligen Erlebnis.
Nach einem deftigen Mittagessen waren wir für die nun folgende Schnapsprobe gestärkt.
Obstbrenner und Imker Sebastian Herb erklärte mit viel Herzblut sein Handwerk.
Die Unterscheidungen in den Bezeichnungen sieht der Junior nicht so eng, der Brand oder das Obstwasser müsse halt munden. „Je schlechter der Schnaps, desto kälter wird er getrunken“. Anschließend durften wir uns an der Bar bedienen und kosten, natürlich auch kaufen.
Den Abend verbrachten wir im Brauhaus Fürstenberg bei deftigen Speisen und leckerem Bier.
Am Samstag ging es zum wunderschönen Bodensee. Vormittags stand Konstanz mit einer informativen Stadtführung und anschließender Freizeit zum Flanieren, Shoppen und Kaffeetrinken auf dem Programm.
Konstanz ist eine wahrlich beeindruckende Stadt mit einigen Besonderheiten, die von unserer Stadtführerin mit viel Humor lebendig beschrieben wurden. Die Stadt liegt am Ausfluss des Rheins aus dem oberen Seeteil direkt an der Grenze zur Schweiz (Kanton Thurgau). Die Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen ist mit Konstanz zusammengewachsen, so dass die Staatsgrenze mitten durch einzelne Häuser und Straßen verläuft. Das führt dazu, dass es zweierlei Gerichtsbarkeiten für die Bürger gibt, ein Novum.
Kelten, Römer und Alemannen besiedelten das Gebiet und hinterließen ihre Spuren.
Seit 590 ist Konstanz Bischofssitz und war beliebt bei den Kirchenfürsten, die sich hier austobten, wodurch sie ihrerseits bei den Bürgern sehr unbeliebt waren.
Die Stadt wurde im 12. Und 13. Jahrhundert durch Flachsanbau „steinreich“, d.h. man konnte sich damals schon Steinhäuser leisten.
Ein weiteres Novum war das Kirchenkonzil (1414-1418) an dem 3 Päpste, von Avignon, Rom und Pisa, teilnahmen. Diesem Zustand sollte ein Ende bereitet werden. Gewählt wurde ein völlig neuer Papst, Martin V. Eine Erinnerung an die vielen Prostituierten in jener Zeit ist die „Imperia“, heutiges Wahrzeichen der Stadt.
Während der Reformation wurden die Kirchenfürsten vertrieben und das Predigen verboten.
Allerdings ließ sich der Bischof in Meersburg ein neues Schloss bauen und verbündete sich mit Kaiser Karl V gegen die Konstanzer.
Napoleon sorgte für eine Neuordnung und Konstanz gehörte zu Baden. Heute gehört Konstanz zu Baden-Württemberg.
Da die Stadt von Angriffen während der Kriege verschont blieb, ist die Altstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten und schönen Häusern aus unterschiedlichen Stilepochen erhalten. Wahrlich eine Augenweide. Wir besichtigten die Marktstätte mit dem Kaiserbrunnen, die Seebrücke, das Münster, das Rathaus und bestaunten die wunderbaren Häuser mit den vielen Fresken und Namen.
Am Nachmittag ging es auf die herrliche Insel Mainau. Bei Sonnenschein konnten wir mit allen Sinnen, jeder nach seinem Gusto, den farbenprächtigen Dahliengarten, die herrliche Chrysanthemen Ausstellung, die mystischen Mammutbäume, den Kastaniengarten oder das wunderschöne Schloss samt Garten und vieles mehr bewundern.
Keinesfalls durfte aber der Fototermin mit der Baronesse Gisela, Gemahlin des Kameraden Theo, verpasst werden. Ein unvergessliches Erlebnis.
Der traditionelle Kameradschaftsabend bildete einen gelungenen Abschluss des ereignisreichen Tages. Nach einem schmackhaften Dreigangmenü wurde das Steigerlied gesungen. Musik durfte nicht fehlen, schließlich wollten einige das Tanzbein schwingen.
Für eine Überraschung sorgten Lore und Manuela mit einer kleinen Modenschau, die mit begeistertem Beifall belohnt wurde.
Schließlich wurde die Siegerin unseres anfänglichen Fragespiels benannt. Petra erhielt einen kleinen Preis. Es war ein abwechslungsreicher und langer Abend.
Nach dem Frühstück startete der Bus am Sonntag Richtung Heimat. In Speyer machten wir eine Mittagspause beim „Alten Fritz“. Gegen 18 Uhr hieß es dann Abschied nehmen.
Eine abwechslungsreiche Exkursion mit vielen neuen Eindrücken, Erkenntnissen, Begegnungen und Gesprächen, sowie fröhlichen und unbeschwerten Stunden, nahm ihr Ende.
Ein herzliches Dankeschön für die perfekte Vorbereitung und Durchführung an den Vorstand und das gesamte Organisationsteam!
Ein lieber Gruß an alle, die nicht dabei sein konnten.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Glück auf!
Fachexkursion der Bezirksgruppe Garzweiler nach Trier

April 2024. Es wurde für die Bezirksgruppe Garzweiler mal wieder Zeit für eine Fachexkursion. Ziel in diesem Jahr war die Region Trier, in welcher verschiedenste Highlights auf Entdeckung warteten. Doch alles der Reihe nach. Zunächst fand auf halber Strecke gen Trier das schon traditionelle Frühstück auf einem Rastplatz statt. Diesmal jedoch unter erschwerten Witterungsbedingungen. Bei Kälte und Nieselregen kam daher der frisch aufgebrühte Kaffee und herzhaft belegte Brötchen grade richtig.
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Nach weiteren 1,5 Std. Fahrt fand man sich nun im Besucherbergwerk Fell ein, wo man mit einem schallenden „Glück Auf“ bergmännisch begrüßt wurde. Sehr informativ, engagiert und mit ganz viel Herz bei der Sache, führte uns Günther Schmitt (seit über 25 Jahren ehrenamtlich dabei!) durch das Bergwerk, in welchem sein Großvater noch persönlich den Schiefer abbaute. Dies geschah durch „Schrämmen“ und „Abkeilen“, bzw. durch Bohren und „Schießen“, wodurch der Schiefer in möglichst großen Blöcken abgebaut, dann über Tage gefördert, dort geköpft (in kleine Blöcke zerlegt), anschließend mit Spalteisen, Schieferschere und Zweispitz bearbeitet und so in die richtige Form gebracht wurde. Dies alles noch in bergnassem Zustand, da der Schiefer nach der Durchtrocknung nicht mehr verarbeitet werden kann, jedoch dann erst seine immense Haltbarkeit entfaltet. Über diese Langlebigkeit dürfte sich auch unser ältester Mitfahrer Theo freuen, der nach der Vorführung das von unserem Bergführer fachmännisch erstellte Anschauungsobjekt, ein Herz aus Schiefer, geschenkt bekam. Nachdem dann unter Tage beim Steigerlied eine künstliche Sonne aufging, erwartete uns im angeschlossenen Bistro eine zünftige Brotzeit.
Frisch gestärkt setzten wir unsere Reise zur antiken Römerstadt fort, die wir – nach Einchecken im Hotel – mit der in Trier geborenen Fremdenführerin Birgit Spitzley auf einer ihrer legendären Stadttouren erkundeten. Viele interessante Fakten und Anekdoten wurden uns zu Teil und mit einer gesunden Portion Humor, in Form von kleinen Lügengeschichten, als Quiz abgefragt. Die Tour endete am Restaurant Domstein, in welchem wir den ereignisreichen Tag bei gemütlichem Beisammensein ausklingen ließen.
Gegen 9:00 des nächsten Tages saß die Kameradschaft erneut im Bus. Diesmal Richtung Vianden / Luxemburg, wo wir das Pumpspeicherkraftwerk besichtigen durften. Dort nahm uns H. Wantz, Bauingenieur und seines Zeichens Teilbereichsleiter Planung und Neubau, in Empfang und veranschaulichte uns zunächst per Präsentation „sein“ Kraftwerk, bevor wir dies per Pedes bis tief in den Berg erkunden durften. Das bereits 1964 in Betrieb gegangene Kraftwerk, mit seinen insgesamt 11 Maschinen, einer Nennleistung von 1290MW im Turbinenbetrieb, 1040MW im Pumpbetrieb, einer durchschnittlichen Fallhöhe von 280m, einer Unterbeckenlänge von 8km und einem Fassungsvermögen des Oberbeckens von über 7 Millionen m³, ist eine wahrlich beeindruckende Leistung deutsch-luxemburgischer Zusammenarbeit.
Auf dem Weg zurück nach Trier war ein weiterer Zwischenhalt organisiert. Wir ließen uns von Brennmeister Reinhard in die Geheimnisse von Gin, Obst- und Edelbrand der Familienbrennerei Haller einweihen und konnten so, manch einen Geist persönlich kennenlernen.
Den krönenden Abschluss unserer diesjährigen Exkursion bildete unser traditioneller Kameradschaftsabend, den wir bei gutem Essen, dem ein oder anderen Bier und natürlich mit Vortrag des Steigerliedes im Gewölbekeller der Gaststätte „Zur Glocke“ verbrachten, bevor wir am darauf folgenden Morgen den Heimweg antraten.
Nach der Exkursion ist vor der Exkursion. Und so freuen wir uns jetzt schon auf Eure Teilnahme an den nächsten Touren und den damit verbundenen schönen Stunden. Bis dahin, bleibt gesund und neugierig auf alles, was noch kommt.
Glück Auf!
RDB Bezirksgruppe Tgb. Garzweiler spendet an die Inklusive KITA Blumenwiese in Grevenbroich

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es sich die Bezirksgruppe Garzweiler, vom Ring Deutscher Bergingenieure, nicht nehmen lassen, einer Einrichtung, die sich für die Förderung von Kindern und Jugendlichen einsetzt, eine finanzielle Zuwendung zukommen zu lassen.Das Geld stammt aus dem Erlös einer Verlosung, die auf der jährlich stattfindenden Feier zu Ehren der Hl. Barbara durchgeführt wird.
Vor diesem Hintergrund überreichte in diesem Jahr der Vorstand der Bezirksgruppe unter seinem Vorsitzenden Stefan Wolf, an die Leiterinnen der Einrichtung Inklusive KITA Blumenwiese, Frau Andrea Lambertz-Bolten und Frau Eva Gelzinus, ein Spende in Höhe von 1000,-€.
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Als Anerkennung und Wertschätzung zur Leistung eines wertvollen Beitrags für unsere Gesellschaft, soll mit dieser finanziellen Unterstützung die pädagogische und therapeutische Arbeit der Einrichtung gemäß des Leitbildes, den Kindern ein vorurteilsfreies Aufwachsen zu ermöglichen, unterstützt werden.